StartseiteHome Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Johannes Kalitzke

SYMPHONIEORCHESTER DES BAYERISCHEN RUNDFUNKS UND JOHANNES KALITZKE

ORCHESTERKONZERT

Freitag, 2. Juni 2017 | Herkulessaal der Residenz München | 17.00 Uhr*

Konzerteinführung: 15:45 Uhr

Hans Thomalla (c) Manu Theobald
Hans Thomalla (c) Manu Theobald
Programm

OSCAR BIANCHI (*1975)

Inventio
für Orchester (2015-2016)
Kompositionsauftrag der musica viva des Bayerischen Rundfunks
mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia | URAUFFÜHRUNG

HANS THOMALLA (*1975)

Ballade
für Klavier und Orchester (2016)
Kompositionsauftrag der musica viva des Bayerischen Rundfunks | URAUFFÜHRUNG

GÉRARD GRISEY (1946-1998)

L’Icône paradoxale
(Hommage à Piero della Francesca)
für zwei Frauenstimmen und großes Orchester (1994)

Mitwirkende

Anja Petersen, Sopran
Donatienne Michel-Dansac, Mezzosopran

Nicolas Hodges, Klavier

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Johannes Kalitzke, Leitung

* Bitte beachten Sie, dass das musica viva-Orchesterkonzert am 2. Juni 2017 wegen der abendlichen Verleihung des Ernst von Siemens Musikpreises am selben Tag bereits um 17 Uhr beginnt.

Zwei gleichaltrige Komponisten mit jeweils einer Uraufführung: Der Italiener/Schweizer Oscar Bianchi und der in Chicago lebende Deutsche Hans Thomalla reihen sich mit ihren neuen Orchesterwerken in lange Traditionen musikalischer Kompositionsprinzipien. Mit seinem Stück „Inventio“ – Erfindung – betont Oscar Bianchi ausdrücklich den Aspekt der Neuartigkeit, nutzt damit aber zugleich einen Begriff, dessen Geschichte von dem französischen Renaissancemeister Clement Janequin bis zu Johann Sebastian Bach und später auch in die Moderne reicht. Hans Thomalla wiederum, der 2015 bereits ein Klavierstück mit dem Titel „Ballade.Rauschen“ schrieb, greift hier einmal mehr jenes populäre Genre des 19. Jahrhunderts auf, das sich mit Seitenblick auf die Literatur als freies Charakterstück für das Klavier entwickelte.

Frei im Sinn von schwerelos präsentiert das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks schließlich Gérard Griseys „L’Icône paradoxale“, die durch Pierro della Francescas „Madonna del Parto“ inspiriert ist. Die Spektralkomposition vermittelt zwischen extremen Klangzuständen und lässt Grenzen verschimmen: zwischen Einzelton und Akkord, zwischen Akkord und Klangfarbe, zwischen Ton und Geräusch.

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Weitere Texte über das Programm finden Sie im Blog:

5 Fragen an HANS THOMALLA

5 Fragen an OSCAR BIANCHI

GÈRARD GRISEY – L’icone paradoxale

INVENTIO – Oscar Bianchi über sein neues Werk

UM ALTE ZÖPFE GEHT ES NICHT – Hans Thomalla über sein neues Werk

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