Interview in Bildern mit Younghi Pagh-Paan
Die Fotografin Astrid Ackermann und Pia Steigerwald (musica viva) haben die Komponistin Younghi Pagh-Paan in Bremen besucht. Die musica viva veranstaltet zwei Konzerte ihr zu Ehren: Mit dem Busan Philharmonic Orchestra (25.09.) und mit dem Trio Coriolis (27.09.).
Schönheit – woher kommt sie?
Schönheit kommt, wo Schönheit ist. Wo sie nicht ist, kann man sie auch nicht finden, schon gar nicht von außen.
Heimat – Wo ist ihre Heimat?
Heimat ist überall, wo sie Herzen öffnet. Eichendorff hat dazu schöne Gesänge an die Welt gegeben.
Talisman – Haben sie etwas immer bei sich?
Was ist dann mit den Menschen, die keinen haben?
Wenn man ihn hat, zeigt man ihn besser nicht.
Zerbrechlichkeit – Wie geht es Ihnen?
Meine Parkinsonerkrankung kann jeder sehen, ich stehe dazu und werde von dieser unheilbaren Krankheit nicht verschont.
Leben und Tod – Würden Sie etwas in ihrem Leben anders machen, als sie es gemacht haben?
Die eine Hälfte ist Gottes Wille, die andere Hälfte ist es nicht. Wenn man lebt, wird man mit dem Tod ständig konfrontiert. Es ist ein Nebeneinander, wie eine Tür, die immer offensteht.
Das muss man frühzeitig bemerkt haben, und damit arbeiten. Dass während des Lebens nicht immer nur eine schöne, gute Zeit entsteht, sondern dass es immer die beiden Seiten der Tür gleichzeitig gibt.
Und auf beides muss man konzentriert sein.
Konzerte Younghi Pagh-Paan zu Ehren
Busan Philharmonic Orchestra mit Seokwon Hong
Zu Gast aus Korea
Mit Byol Kang & Nils Mönkemeyer
Sori | Frau, warum weinst du? Wen suchst du? | Der Glanz des Lichtes
Do., 25. September 2025
20 Uhr | Herkulessaal, München
Trio Coriolis
Pagh-Paan: NO-UL
Sa., 27. September 2025
20 Uhr | Allerheiligenhofkirche, München
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