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Ensemble Modern Orchestra und Enno Poppe

Freitag, 28. September 2018 | Prinzregententheater | 19.00 Uhr

Konzerteinführung: 17.45 Uhr

Ensemble Modern Orchestra (c) Katrin Schilling
Ensemble Modern Orchestra (c) Katrin Schilling
Programm
Teil 1

Anton Webern [1883–1945]

Variationen
op. 27

Zwei Lieder
op. 8

Fünf Stücke
op. 10

Vier Lieder
op. 13

Sechs Bagatellen
op. 9

Drei Orchesterlieder
op. posth.

Variationen
op. 30

Teil 2

Mathias Spahlinger [*1944]

passage/paysage [1988–90]
für Orchester


 

Mitwirkende

Caroline Melzer, Sopran
Ensemble Modern Orchestra
Enno Poppe, Leitung

Das Ensemble Modern Orchestra setzt sich aus Mitgliedern des Ensemble Modern, Absolventen der Internationalen Ensemble Modern Akademie sowie weiteren Gästen zusammen.

Eine Produktion des Ensemble Modern, der musica viva des Bayerischen Rundfunks und der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Tickets

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Telefonisch Mo – Fr 9.00 – 17.30 Uhr unter: 0800 5900 594 (gebührenfrei) oder +49 89 5900 10880.

Persönlich Mo – Fr 9.00 – 17.30 Uhr im Foyer des BR-Hochhauses (Arnulfstraße 42).

Zum Programm

Manchmal muss es wohl still werden um Kunst, damit man sie wieder in ihrer Unmittelbarkeit erlebt. Die Werke Anton Weberns waren im Konzertleben der letzten Jahrzehnte sparsam, ja immer sparsamer vertreten, nachdem sie dreißig, vierzig Jahre zuvor noch als Referenzgröße des modernen Bewusstseins galten. Enno Poppe ist selbst Komponist, und als solcher darauf aus, Überliefertes neu zu lesen, besonders das, was zur Geschichte wurde, ohne dabei das Befremdende, sprich: Erneuernde abgelegt zu haben. Die Passage durch Weberns Œuvre beginnt und endet mit Variationen, mit Werken, an denen der Disput über die Ästhetik des Komponisten beispielhaft ausgetragen wurde. Sie führt zu Liedern, zum Gesang, der sich verströmen will, auch wenn er sich kurz fasst; zu den dichten Instrumentalstücken, die auf den erfüllten ästhetischen Augenblick aus sind. Was diese Werke verbindet, was sie trennt, was den Schritt vom einen zum nächsten motiviert, ist Sache der hörenden Erfahrung – vergleichbar mit der Haltung des Flaneurs, der wachen Sinnes durch die (Kunst-)Welt geht.

Den zweiten Teil bildet ein Werk, das als großes Kontinuum erfahren werden will, und doch in dem Bewusstsein komponiert wurde, dass das Kontinuum, das ständige Weitergehen, die Veränderung, also die Diskontinuität verlangt, um wahrgenommen werden und wirken zu können. „Passage heißt Durchgang, alles ist Durchgang, Wahrheit ist nur im und als Übergang zu haben”, meinte Mathias Spahlinger, der Stück und Titel mit einem doppelten Vergleich umriss: mit dem Bild von Schaufenstern in einer Ladenpassage, an denen man immer wieder vorbeikommt, und mit dem Bild einer Landschaft, durch die man wie in Spiralen hindurchgleitet. Für Komponisten wie Enno Poppe repräsentiert „passage/paysage” ein Jahrhundertwerk, das vergleichbar mit dem „Sacre” von Igor Strawinsky Bisheriges außer Kraft setzte.

Mehr zum Programm und den Interpreten im musica viva Blog

„Aus den Fesseln befreit“ – Ein Beitrag von Max Nyffeler

Video: Ein Portrait des Ensemble Modern

Video: Enno Poppe

DAS KONZERT IM RADIO

BR-KLASSIK sendet den Mitschnitt dieses Konzerts am 9. Oktober um 20.05 Uhr im Radio.

 

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