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2018/9 nmz

Ein Portrait des Ensemble Modern

16.07.18 | Ensemble Modern, Michael Rebhahn

Das Ensemble Modern Orchestra eröffnet am 28. September 2018 mit einem Gastspiel die neue musica viva Saison 2018/2019. Es setzt sich aus Mitgliedern des Ensemble Modern, Absolventen der Internationalen Ensemble Modern Akademie sowie weiteren Gästen zusammen. Lernen Sie das Ensemble Modern in einem kurzen Video-Portrait und einem Ausschnitt eines Interviews mit Michael Rebhahn kennen.

Ensemble Modern Orchestra

Im Jahr 1998 gründete das Ensemble Modern in Frankfurt das weltweit erste Orchester, das ausschließlich Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zur Aufführung bringt: das Ensemble Modern Orchestra (EMO). Den Kern des von 30 bis zu 130 Musiker umfassenden Orchesters bilden die Solisten des Ensemble Modern. Sie werden unterstützt durch Musiker aus der ganzen Welt, zu denen das Ensemble im Laufe seiner über 30-jährigen Tätigkeit Kontakt gewonnen hat. Dazu zählen gleichermaßen junge Instrumentalisten wie Spezialisten auf dem Gebiet der Neuen Musik.

„Die Bühne brennt“ – Ein Portrait des Ensemble Modern

Der Musikjournalist Michael Rebhahn im Gespräch mit Christian Fausch (Künstlerisches Management und Geschäftsführung des Ensemble Modern)

Michael Rebhahn: Das Ensemble Modern Orchestra ist zwar seit seiner Gründung ein fester Bestandteil des Ensemble Modern, zugleich aber sind die Auftritte des Orchesters eher rar. Im Schnitt waren es ein bis zwei Projekte, die das EMO seit 1998 pro Jahr realisiert hat. Steckt dahinter Kalkül?

Christian Fausch: Zunächst einmal hat das natürlich auch ganz schlichte finanzielle und logistische Gründe. Aber davon abgesehen ist es ein ganz klar gesetztes Statement: Das EMO hat Seltenheitswert! Es spielt nicht oft – aber wenn es spielt, findet etwas Außergewöhnliches, Ungewöhnliches, Überraschendes statt. Und auch die Probenphasen sind von dieser außergewöhnlichen Atmosphäre geprägt, indem sie viel Raum für die intensive Begegnung von Komponisten und Musikern öffnen.

Michael Rebhahn: Das Moment des Seltenen spielt auch für das aktuelle EMO-Projekt einmal mehr eine wesentliche Rolle: Mathias Spahlingers Stück passage/paysage wurde seit seiner Uraufführung bei den Donaueschinger Musiktagen 1990 nur selten aufgeführt, gilt zugleich aber als ein Meilenstein der Musik des 20. Jahrhunderts. Sieht sich das EMO hier vor eine besondere Herausforderung gestellt?

Christian Fausch: Ja, hier werden wir sozusagen in unserer Kernkompetenz angesprochen: passage/paysage ist eine Partitur, die man sich »erkämpfen«, an der man tüfteln muss. Und an die Seite dieses monumentalen Werks haben wir dann, nach Gesprächen mit Mathias Spahlinger und mit Enno Poppe als Dirigenten, Kompositionen von Anton Webern in ganz unterschiedlichen Besetzungen gestellt: vom Klaviersolo bis zum Orchesterstück. Also auch hier werden wieder Werke ganz verschiedener Herkunft und Ästhetik zueinander gebracht.

Diesen Interview-Ausschnitt finden Sie in der Sonderveröffentlichung der musica viva des Bayerischen Rundfunks, welche der Neuen Musikzeitung vom September 2018 beiliegt.

Weitere Informationen zum Konzert mit dem Ensemble Modern Orchestra am 28. September 2018 finden Sie auf www.br-musica-viva.de.


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