StartseiteHome Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Peter Rundel

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Peter Rundel

Freitag, 22. November 2019 | Herkulessaal der Residenz München | 20.00 Uhr

Konzerteinführung: 18.45 Uhr

Klaus Ospald © Maurice Weiss
Klaus Ospald
Programm

Klaus Ospald [*1956]

Más raíz, menos criatura
für Orchester, Klavier und achtstimmigen Kammerchor [2016]
auf einen Text von Miguel Hernández
Aufführung anlässlich der Verleihung des Happy New Ears-Komponistenpreises der Hans und Gertrud Zender-Stiftung an Klaus Ospald.

Hans Zender [*1936]

33 Veränderungen über 33 Veränderungen
Eine »komponierte Interpretation« von Beethovens Diabelli-Variationen für Orchester [2011]


Mitwirkende

Singer Pur
Claudia Reinhard, Sopran
Anna-Lena Elbert, Sopran (als Gast)
Mayumi Takagi, Alt (als Gast)
Christian Meister, Tenor
Markus Zapp, Tenor
Manuel Warwitz, Tenor
Reiner Schneider-Waterberg, Bariton
Marcus Schmidl, Bass

Markus Bellheim, Klavier

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Peter Rundel, Leitung

Tickets

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Zum Programm

Im Brennpunkt der Musik: entlegene Felder und ein Monument

Hier die 1937 von Miguel Hernández, herausragendem Dichter der spanischen Republik und Sohn eines Ziegenhirten verfasste Elegie El niño yuntero über ein vor den Pflug gespanntes, an der Arbeit zugrunde gehendes Kind, dort ein 1819 entstandenes vergnügliches Walzerthema von Antonio Diabelli samt Beethovens bahnbrechendem Variationszyklus für Klavier: Dies sind die denkbar gegensätzlichen, historisch entlegenen Ausgangspunkte zweier expansiver Kompositionen unserer Zeit, die für das Auftaktkonzert der neuen musica viva-Saison ein besonderes Erlebnis versprechen.

„Más raíz, menos criatura“ („mehr Wurzel als menschliches Wesen“) für Orchester, Klavier und achtstimmiges Vokalensemble des 1956 in Münster geborenen Klaus Ospald stellt erneut unter Beweis, wie faszinierend vielschichtige, ja symbiotische Verbindungen von Literatur und Musik, Sprache und Klang dieser Komponist zu gestalten weiß. Reflektiert Ospald anhand der Verse von Hérnandez auf musikalische Weise und mit existenzieller Wucht die überzeitliche Natur der „Condition humaine“, so gelingt Zender nicht weniger, als einem Schlüsselwerk der Wiener Klassik erneut den Stachel revolutionärer Zeitgenossenschaft einzupflanzen. In seiner „komponierten Interpretation“ der Diabelli-Variationen geht das Klavier nicht nur restlos in der vielfarbigen Klangwelt des Orchesters auf. Auch sorgen mal feinsinnige, mal frappante Eingriffe in den originalen musikalischen Satz für erfrischend neue Hörperspektiven auf dieses Meisterwerk.

Sein besonderes Anliegen einer lebendigen, zeitgemäßen Musikkultur – von ihm selbst als Komponist, Dirigent und Autor wirkungsvoll verfochten – sucht Zender auch als Stifter des „Happy New Ears-Preises“ zu befördern. 2019 ist es nun der in Würzburg lebende und lehrende Klaus Ospald, dem dieser Preis als fünftem Vertreter seiner Zunft verliehen wird. Wenn Zender einst befand, dass es „die eigentliche Herausforderung der Moderne“ sei, „Pluralität zu gestalten“, so wird der Saison-Auftakt der musica viva des Bayerischen Rundfunks diesem Gedanken in besonderem Maße gerecht.

DAS KONZERT IM RADIO

BR-KLASSIK sendet den Konzertmitschnitt im Radio. Der Sendetermin wird noch bekannt gegeben.

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