Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Jörg Widmann

Freitag
28
Juni 2024
20.00 Uhr
 – ca. 20.00 Uhr
München, Herkulessaal der Residenz

Einführung um 18.45 Uhr

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Programm

Jörg Widmann [*1973]
Armonica
für Orchester [2007]
Wolfgang Amadeus Mozart [1756–1791]
Adagio
für Glasharmonica in C, K356/K617a [1791]
Jörg Widmann [*1973]
Drei Schattentänze
für Klarinette solo [2013]
Jörg Widmann [*1973]
Danse macabre
für Orchester [2022]
Jörg Widmann [*1973]
Towards Paradise [Labyrinth VI]
für Trompete und Orchester [2021]

Mitwirkende

Christa Schönfeldinger Glasharmonika
Håkan Hardenberger Trompete

Zum Programm

»Der Hauptantrieb zu komponieren, kommt bei mir immer aus der Emotion«, sagt Jörg Widmann, der »als Klarinette spielender Komponist« und Dirigent »zu den Lichtgestalten« der Neuen Musikszene gehört: »Erschöpfend, grandios« (Süddeutsche Zeitung). Sein künstlerisches Credo lautet: »Tradition mit Neuem zu verbinden«, wobei gerade diese produktive Rezeption der musikalischen Vergangenheit den musikalischen Allrounder zur eigenen Klangsprache finden ließ: Musik, die in ihrer Virtuosität, Intensität und Direktheit überrascht und nicht selten wie ein Katarakt auf den Hörer einstürzt, ihn aber auch mit stillen, überaus fragilen Momenten herausfordert.
»Der Einfluss von Mozart und Schubert auf mein Werk ist nicht zu leugnen.« Bestes Beispiel: das ebenso ätherisch wie gläsern wirkende Orchesterstück Armonica, das von Mozarts sphärischen Glasharmonika-Werken inspiriert wurde – sinnliche, farbige und poetische Musik, die mit ihrem »Anschwellen aus dem Nichts« (Widmann) immer wieder die Gesetze der Schwerkraft außer Kraft zu setzen scheint.
Nach der Pause steht mit dem für Håkan Hardenberger komponierten Trompetenkonzert Towards Paradise (Labyrinth VI) ein »ein groß angelegtes engelhaft-lyrisches« Werk auf dem Programm, in dem die Klänge durch den Raum wandern (da sich der Trompeter durch das Orchester bewegt): eine »labyrinthische Reise des Trompeters durch verschiedene psychische und klangliche Zonen, mitunter auch durch wilde und schroffe orchestrale Abgründe hindurch ins Offene, zu einem utopischen Schwebezustand hin« (Widmann).

Weitere Konzerte

Fr. 23. Feb, 20.00 Uhr
München, Herkulessaal der Residenz
Milica Djordjević, Minas Borboudakis, Sofia Gubaidulina © LMN Berlin
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Fr. 12. Apr, 20.00 Uhr
München, Herkulessaal der Residenz
Elizabeth Ogonek, Francesco Filidei, Iannis Xenakis © LMN Berlin
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